Brandschutzanstriche

Brandschutzbeschichtungen für Bauwerke sind ein Element des passiven Brandschutzes, das den Wärmeübergang in die tragenden Bauteile begrenzt und deren Stabilität über die gesamte geforderte Feuerwiderstandsdauer gewährleistet.

Dabei handelt es sich insbesondere um intumeszierende Beschichtungen, die bei erhöhter Temperatur durch Ausdehnung reagieren und eine wärmeisolierende Schicht bilden. Diese verlangsamt den Temperaturanstieg der Konstruktion und verzögert den Verlust ihrer Tragfähigkeit.

Die Anwendung von Brandschutzbeschichtungen erfolgt als Mehrschichtsystem, in der Regel in Kombination aus Grundierung, Reaktivbeschichtung und schützender Deckschicht. Ein entscheidender Parameter ist das Erreichen der geplanten Dicke des Beschichtungssystems und die Einhaltung der technologischen Anwendungsbedingungen, da gerade die resultierende Dicke die erreichte Feuerwiderstandsdauer der Konstruktion bestimmt.

Eine fachgerechte Ausführung gewährleistet langfristige Funktionalität, Stabilität des Schutzes sowie ein hochwertiges Endergebnis, ohne dass während der Lebensdauer weitere Eingriffe erforderlich sind.

Brandschutzbeschichtungen werden zur Erhöhung der Feuerwiderstandsfähigkeit aufgetragen:

  • Stahlstützen, -träger und -fachwerke
  • Decken- und Dachtragwerke
  • Skelettkonstruktionen und Querverbindungen in Hallen
  • Konstruktionen in geschützten Fluchtwegen
  • bei Umbauten und Sanierungen bestehender Konstruktionen
Das endgültige Erscheinungsbild kann an die Wünsche des Bauherrn angepasst werden. Die Oberfläche kann mit einem Decklack in einer breiten Farbpalette versehen werden, wodurch sie sich harmonisch in die architektonische Gestaltung des Innenraums einfügt.